Anna, Teilnehmerin des Workshops

Der Workshop Ein Plädoyer für die offene Liebe von Finn und Hanna hat mir gefallen – warum? Einige Gedanken

  • Themenauswahl

Prinzipiell konnte ich von den thematischen Inputs profitieren: absichtslose Berührungsgeschenke, Körperlandkarten, die Struktur der Beziehungsrolltreppe, gewaltfreie Kommunikation und Konsensrad. Das sind Themen, über die nachzudenken mir im Workshop Spaß gemacht hat und mit Blick auf die ich bereichert in meinen Alltag zurückgekehrt bin und Inhalte weiter reflektiere. Ich kann mir vorstellen, dass ich mit dem Thema „Was tun bei Eifersucht?“ noch mehr hätte anfangen können, wenn ich in einer Beziehungssituation wäre, die diese Einstellung öfter triggert.

  • Praktische Übungen

Viele der Übungen, die wir gemacht haben, haben mich entweder Inhalte erst verstehen lassen, haben mir geholfen Inhalte zu erinnern und sie sind, glaube ich, hauptverantwortlich dafür, dass sich Bindungen innerhalb der Gruppe in so kurzer Zeit entwickeln konnten. Einige der Übungen habe ich in meine Kommunikation bereits aufgenommen und manche habe ich für mein eigenes Unterrichten übernommen. Besonders gefallen haben mir zum Beispiel: Komplimente mit den Augen machen, die Ja/Nein-Körperlandkarte, die Schmetterlingsblumenwiese, das Schneckenspiel, das Bedürfnisstrategiespiel, Anker und Schiffe, counter balance und das 3-Minuten-Spiel.

Was ich sehr schön an den Übungen finde, ist unter anderem, dass sie uns haben spielen lassen, wir uns ausprobieren konnten, wir in Kontakt mit anderen Menschen gekommen sind und dass ich mich auch immer wieder angehalten gefühlt habe mutig zu sein und meine eigene Hemmnis zu überkommen.

  • Modellernen

Als hilfreich empfand ich es an Hannas und Finns Kommunikationsprozessen nachzuvollziehen wie Aushandlungsprozesse aussehen und gestaltet werden können. Ihr habt ja auch tatsächliche Konflikte, die ihr hattet, vor der Gruppe thematisiert, sodass wir konkret miterleben konnten wie eine innere Spannung oder Frustration hilfreich vermittelt werden kann.

  • Gemeinsame Zeit

Mir hat gut gefallen, dass wir als Gruppe so viel Zeit miteinander verbracht haben und ein Gespür füreinander entwickeln konnten. Durch die verschiedenen Berührungspunkte hat sich eine angenehme Bekanntheit entwickelt und einige der Workshop-Personen sind jetzt entweder neu in mein Leben eingetreten oder ihre Präsenz in meinem Leben ist ausgebaut.

  • Bindung

Ich glaube am erstaunlichsten finde ich, dass wir mit Blick auf biographische Fakten nicht besonders viel übereinander gelernt haben, aber trotzdem ein Bindungsverhältnis zwischen Leuten entstanden ist, die auch sehr unterschiedlich sind. Ich glaube, dass dieses Bindungsverhältnis vor allem über die praktischen Übungen, unsere gemeinsame Zeit und was damit verbunden ist (lachen, spielen, anlehnen, zusammen müde werden, zusammen lernen), hergestellt wurde. Insofern hat sich vielleicht auch unmittelbar dargestellt wie hilfreich die Übungen sind, wenn es so einen Effekt gibt.


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